Citroën ë-C3: Das Schnäppchen mit Haken – Ist der Elektro-Kleinwagen sein Geld wirklich wert?

Ein kampfpreis… aber zu welchem preis?

Citroën schickt mit dem neuen ë-C3 “Autonomie Urbaine” einen Schock durch die Elektroauto-Szene! Für schlanke 19.990 Euro (vor Umweltbonus) kann man dieses Gefährt erwerben, was nach einem unglaublichen Angebot klingt. Mit dem Bonus kann der Preis sogar auf 15.748 Euro sinken! Doch hinter dieser verlockenden Fassade verbergen sich einige Kompromisse, die Käufer kennen sollten. Ist der günstigste Stromer Frankreichs wirklich ein Volltreffer oder nur ein billiger Trick?

Deutliche einschränkungen bei der reichweite

Deutliche einschränkungen bei der reichweite

Der Knackpunkt liegt unter dem Blech – oder genauer gesagt, unter dem Boden. Der “Autonomie Urbaine” kommt mit einer kleineren 30 kWh Batterie, im Vergleich zu den 44 kWh der anderen Varianten. Das hat direkte Auswirkungen auf die Reichweite: Der WLTP-Wert sinkt auf 212 km. In der Praxis muss man mit 150 bis 200 km rechnen – besonders im Winter oder bei hügeligem Gelände! Keine Wärmepumpe bedeutet, dass die Heizung direkt von der Batterie saugt, was die Kilometerleistung weiter reduziert. Für die Stadt ist es gerade noch so ausreichend, aber für Wochenendausflüge eher ungeeignet.

Schnellladen wird zum teuren vergnügen

Um den Preis niedrig zu halten, hat Citroën auch beim Schnellladen gespart. Standardmäßig ist nur ein 7 kW Ladegerät dabei, ideal für die Übernachtung zu Hause. Wer unterwegs schnell laden möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Die Option für Schnellladen mit 30 kW kostet 500 Euro extra und ermöglicht einen Ladezustand von 20 auf 80 Prozent in 36 Minuten. Eine Investition, die sich lohnt, wenn man nicht nur in der Stadt unterwegs ist.

Sparsamkeit im innenraum

Wer Luxus erwartet, wird im “Autonomie Urbaine” enttäuscht. Die Serienausstattung ist minimalistisch: Manuelle Klimaanlage, Park-Assistent, ein Smartphone-Halter anstelle eines zentralen Touchscreens. Kein GPS, keine hochwertigen Sitze – Citroën setzt auf absolute Schlichtheit, um den Preis niedrig zu halten. Für den Preis mag das noch verständlich sein, aber Komfort geht verloren.

Die “plus”-variante: mehr für dein geld?

Wer etwas mehr Komfort wünscht, kann zur “Plus”-Variante greifen. Sie bietet die gleiche 30 kWh Batterie, aber mit Extras wie komfortablen Sitzen, einem zentralen Bildschirm und LED-Beleuchtung. Der Preis steigt auf 23.300 Euro (nach Bonus 19.058 Euro). Ist der Aufpreis von über 3.000 Euro gerechtfertigt? Das hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab.

Ein vergleich der modelle

Modell Preis (Katalog) Preis (nach Bonus) Reichweite (WLTP)
ë-C3 “Autonomie Urbaine” 19.990 € 15.748 € 212 km
ë-C3 “Plus” (30 kWh) 23.300 € 19.058 € 212 km
ë-C3 (Standard, 44 kWh) 23.300 € 19.058 € 324 km

Fazit: ein schnäppchen mit einschränkungen

Der Citroën ë-C3 “Autonomie Urbaine” ist ein interessantes Angebot für alle, die ein günstiges Elektroauto für den Stadtverkehr suchen. Er eignet sich ideal für Pendler und kleine Autobesitzer mit Zugang zu einer Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz. Allerdings sollte man sich der Einschränkungen bewusst sein: geringe Reichweite, kein Schnellladen serienmäßig und ein eher karges Interieur. Wer mehr Vielfalt wünscht, sollte zu einer teureren Variante greifen. 4/5 Sterne – ein Kompromiss für den Stadtverkehr.