automobil

Falsche Verkehrsschilder lösen Chaos und Hunderte von Blitzermulden in Haldensleben aus

Ein ungewöhnlicher Vorfall in Haldensleben, Sachsen-Anhalt, sorgte für Verwirrung und Chaos unter Autofahrern und Behörden. Ein Unbekannter hatte eigenmächtig ein falsches Verkehrsschild aufgestellt, das eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h anzeigte, obwohl dort eigentlich nur 50 km/h erlaubt waren.

Der Trick mit der falschen Beschilderung

Wie die Polizei mitteilte, deutet alles darauf hin, dass die Person die falsche Beschilderung absichtlich platzierte, um Autofahrer zu täuschen und sie dazu zu bringen, die tatsächliche Geschwindigkeitsbegrenzung zu überschreiten. Ziel war es, durch die irreführende Beschilderung, die den Eindruck erweckte, dass eine Fahrt mit 70 km/h legal sei, eine hohe Anzahl an Blitzermulden zu generieren.

Das falsche Schild befand sich an einer Stelle, an der die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h betrug. Ein Fahrer, der das Schild falsch interpretierte und annahm, die Begrenzung habe sich auf 70 km/h erhöht, konnte so unabsichtlich die zulässige Geschwindigkeit überschreiten. Das Fahrzeug wurde dann vom Radar erfasst, das die Kennzeichen der Geschwindigkeitsüberschreitungen aufzeichnete.

Die Behörden reagieren

Die Behörden reagieren

Das Schild wirkte so realistisch, dass Autofahrer es leicht mit einem offiziellen Schild verwechseln konnten, wie das lokale Medienhaus HNA berichtete. Es bestand aus einem Kreis mit der Aufschrift „70“ auf einem entsprechenden Träger und Rohr, wobei sich herausstellte, dass es aus Materialien gefertigt war, die nicht von den zuständigen Straßenverkehrsbehörden verwendet werden.

Die Stadt Haldensleben wurde erst dann auf das Problem aufmerksam, als sich innerhalb weniger Tage Hunderte von Anzeigen für Geschwindigkeitsüberschreitungen anhäuften. Die Behörden entfernten daraufhin das falsche Schild, jedoch hatten die Radaranlagen bereits fast 400 Fahrzeuge erfasst, die die zulässige Geschwindigkeit überschritten hatten.

Mulden werden für ungültig erklärt

Mulden werden für ungültig erklärt

Zum Erleichterung der betroffenen Autofahrer wurden jedoch alle im genannten Zeitraum ausgestellten Bußgelder für ungültig erklärt. Eine Sprecherin der Stadtverwaltung erklärte, dass die Verfahren aufgrund rechtlicher Unsicherheiten abgebrochen wurden, da nicht zweifelsfrei feststellbar war, wann genau das falsche Schild aufgestellt worden war. Obwohl bekannt war, dass das Schild illegal aufgestellt wurde, konnte nicht ermittelt werden, wie lange es dort stand. Daher mussten alle Verfahren im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen dem 4. und 6. September zurückgezogen werden.