Porsche stellt klar: Es wird niemals einen elektrischen 911 geben

Vor gerade einmal einem Monat erklärte Porsche, dass kein elektrischer 911 kommen wird, zumindest vorerst. Damals war es die australische Division, die diese Aussage traf: „Der 911 wird vorerst so bleiben, wie er ist.“ Nun hat sich der Hersteller aus Zuffenhausen noch deutlicher geäußert: „Es wird niemals einen elektrischen 911 geben.“

Strategie 2035 und Capital Markets Day

Am 7. Oktober wird Porsche seinen Plan für die kommenden Jahre, genannt ‘Strategy 2035’, vorstellen. Die Präsentation findet im Rahmen des Capital Markets Day statt und es werden zahlreiche Produktneuheiten angekündigt. Unter diesen Neuheiten wird es jedoch keinen Porsche 911 mit Batteriebetrieb geben.

Vor einem Monat hatte der CEO von Porsche Australien, Daniel Schmollinger, gegenüber dem australischen Medium CarSales erklärt, dass die Elektrifizierung mit dem Porsche 718 in seinen Boxster- und Cayman-Varianten vorangetrieben wird, der 911 jedoch unberührt bleibt. Porsche will mehr Gewinn erwirtschaften, indem weniger Autos verkauft werden, wie sein CEO, Michael Leiters, bestätigte.

Hybridantrieb als Zukunftssicherung

Hybridantrieb als Zukunftssicherung

Nun hat sich selbst Porsche CEO Michael Leiters dazu verpflichtet, den Verbrennungsmotor zu erhalten und die Zukunft des Autos durch Hybridtechnologie zu sichern: „Der Hybridantrieb wird nicht als Übergangstechnologie betrachtet.“ Für den 911 sei der speziell für dieses Modell entwickelte Hochleistungs-Hybridantrieb ein grundlegender Pfeiler, eine Art Lebenselixier für die Zukunft. „Denn es wird niemals einen rein elektrischen 911 geben. Diese Position halten wir bei.“

Einziges Porsche-Modell ohne Elektrifizierung

Einziges Porsche-Modell ohne Elektrifizierung

Ein elektrischer Porsche 911 ist demnach kein Thema; andere Modelle der Baureihe schon. Der Porsche 911 GT3 RS ist ein Beispiel dafür. Es ist nicht das erste Mal, dass das Porsche-Oberhaupt eine elektrische Version des wichtigsten Modells des Unternehmens ablehnt. Nun zeigt sich der deutsche Hersteller jedoch noch entschiedener, indem er betont, dass ein elektrischer 911 „niemals“ Realität werden wird. Der 911 wird somit das einzige Porsche-Modell ohne eine elektrische Variante sein.

Während der Porsche Macan ausschließlich mit Batterien angeboten wird, hat die Marke bereits eine Verbrennervariante für 2028 angekündigt. Ebenso wurde der neue Cayenne Electric auf den Markt gebracht. Ursprünglich sollten die kommenden 718-Modelle ausschließlich elektrisch sein, doch Porsche hat dies ebenfalls revidiert und wird in den Top-Ausführungen reine Benzinmotoren sowie im Rest der Modellreihe Hybridantriebe anbieten.

Neue Modelle und Antriebsstrategie

Neue Modelle und Antriebsstrategie

Der neue Porsche Taycan verfügt über ein offizielles Manthey-Kit, verbesserte Fahrleistungen und acht Gänge. In der Zukunft plant Porsche, ein großes SUV mit drei Sitzreihen einzuführen, das über dem Cayenne positioniert ist. Auch dieses Modell sollte zunächst ausschließlich elektrisch sein, doch das deutsche Unternehmen hat auch hier einen Kurswechsel vollzogen und erwartet Versionen mit Verbrennungsmotor. Nicht ausgeschlossen wird zudem ein neues Hyper-Sportmodell, das an die Carrera GT und den 918 Spyder anknüpft, da Porsche in den Bereichen Sportwagen und SUV margenstarke Segmente erschließen möchte.

Im unteren Ende der Modellpalette wird erwartet, dass in ein paar Jahren ein kleiner Crossover den ersten Macan ersetzen wird, dessen Produktion in diesem Sommer eingestellt wird. Während der Sitzung bekräftigte der Verantwortliche von Porsche die Pläne, in drei Arten von Antriebssystemen zu investieren: Verbrennungsmotoren, Hybride und Elektroantriebe.

Rationalisierung der Modellpalette

Rationalisierung der Modellpalette

Obwohl die Porsche-Baureihe sich zu erweitern scheint, wird sie gleichzeitig reduziert. Leiters möchte die Anzahl der Modellvarianten in Abhängigkeit von der Marktnachfrage reduzieren. Ein deutliches Beispiel ist die jüngste Entscheidung, die Taycan-Versionen in den Vereinigten Staaten einzustellen, obwohl die Sport Turismo- und Cross Turismo-Modelle in anderen Märkten weiterhin verkauft werden, wie Motor1 berichtet, das Zugang zu offiziellen Informationen des Unternehmens hatte. „Porsche steht für Klarheit und hat immer die Spannung zwischen Individualisierung und Komplexität bewältigt. Wir müssen dieses Prinzip mit größerer Kraft wiederaufnehmen. Unsere Produktpalette ist sogar im Vergleich zu . zu komplex geworden.“