Selbstbewusst, aber nicht fehlerfrei: Der größte Fehler deutscher Autofahrer
Deutschlands Autofahrer strotzen vor Selbstbewusstsein. Einiges macht sie aber doch unsicher. Vor allem eines mögen sie überhaupt nicht.
Hohe Selbsteinschätzung der Autofahrer
Eine Umfrage der ADAC Autoversicherung ergab, dass 82 Prozent der deutschen Autofahrer sich als gute oder sehr gute Fahrer einschätzen. Nur ein Prozent hält sich für einen schlechten Fahrer. Vorausschauendes Fahren, rechtzeitiges Erkennen von Risiken und Rücksichtnahme auf andere werden von über 80 Prozent als Kennzeichen guter Autofahrer genannt.

Die größten Ängste am Steuer
Trotz des hohen Selbstvertrauens gibt es Situationen, die viele Autofahrer Unbehagen bereiten. 77 Prozent fühlen sich manchmal oder oft unsicher auf glatten Fahrbahnen, 75 Prozent bei schlechter Sicht, 66 Prozent bei Regen oder Schnee, 52 Prozent im Stadtverkehr und 44 Prozent bei hohen Geschwindigkeiten auf Autobahnen.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Frauen geben häufiger an, sich unsicher zu fühlen als Männer. Bei Glatteis fühlen sich 30 Prozent der Frauen häufig unsicher, im Vergleich zu nur 16 Prozent der Männer. Ähnliche Unterschiede zeigen sich bei schlechter Sicht und im Stadtverkehr.
Eingestandene Fahrfehler
Fast jeder Zweite (47 Prozent) gibt zu, manchmal zu schnell zu fahren. Ein Drittel (34 Prozent) isst oder trinkt während der Fahrt, 33 Prozent halten nicht immer genügend Abstand, und 16 Prozent benutzen unerlaubt das Handy am Steuer – bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 35 Prozent.

Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und Verhalten
Die Umfrage offenbart eine deutliche Diskrepanz: Obwohl sich die meisten Autofahrer für gut oder sehr gut halten, räumen viele gleichzeitig ein, regelmäßig Fehler zu machen oder sich in bestimmten Situationen unsicher zu fühlen. Besonders auffällig ist dies bei jüngeren Autofahrern, die trotz hoher Selbsteinschätzung häufiger riskantes Verhalten wie das Telefonieren am Steuer einräumen.