Spanien feiert: mehr als nur fußballer sind weltspitze!
Es ist eine Schlagzeile, die im Sommer 2010 die Runde machte: Ein Facebook-Gruppe mit dem treffenden Namen „Soy español, ¿a qué quieres que te gane?“ wurde von @Lalibretilla gegründet, nur wenige Tage nach dem WM-Sieg Spaniens in Südafrika. Und nun, dank Marc Márquez, flammt diese stolze Aussage erneut auf, denn der Ducati-Pilot antwortete auf die Frage, ob er die Weltmeisterschaft verfolgt, mit einem selbstbewussten: „Wie soll ich das nicht tun? Wir kommen ins Finale. Wir sind Spanier. Was wollen wir denn verlieren?“
Die erfolgsgeschichte des spanischen motorsports
Die Leistungen unserer Fußballer sind unbestritten herausragend, aber es wäre ein Versehen, die Erfolge anderer spanischer Athleten, insbesondere im Motorsport, zu übersehen. Denn die Inselnation hat auf zwei und vier Rädern wahrlich eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen. Namen wie Ángel Nieto (13 Weltmeistertitel), Marc Márquez (9), Jorge Lorenzo (5), Dani Pedrosa (3) oder Toni Bou (39) sind legendär. Auch auf vier Rädern brillieren Carlos Sainz (2 WRC und 4 Dakar-Siege), Fernando Alonso (2 Formel-1-Titel) und Alex Palou (4).
Lassen wir uns nicht von der geringen Bevölkerungszahl Spaniens – knapp 49 Millionen Einwohner – täuschen. Diese Zahl steht in krassem Gegensatz zu den sportlichen Leistungen, die das Land hervorbringt. Ein Beweis dafür ist der Triumph der spanischen Automobil-Nationalmannschaft bei den „FIA Motorsport Games“ vor zwei Jahren, wo sie stolze 18 Medaillen errangen. Und Fernando Alonso, der sich nun neuen Herausforderungen widmet, blickt mit Geduld in die Zukunft: „Es wird Zeit und möglicherweise Jahre dauern, aber ich habe Geduld.“

Alonsos lego-sieg und der blick nach vorn
Ein amüsanter Zwischenfall, der die spanische Erfolgsmentalität unterstreicht, ist Alonsos jüngster Sieg bei einem Kartrennen mit LEGO-Teilen. Zwar mag der Sieg in einem unorthodoxen Wettbewerb erscheinen, doch die Tatsache, dass alle Karts identisch waren, machte ihn zu einem echten Test der Fahrerkunst. Ein Vorschlag von Carlos Sainz, bei jedem Rennwochenende mit jedem Auto der Startaufstellung zu fahren, könnte die Formel 1 auf den Kopf stellen.
Die jüngsten Verbesserungen am Aston Martin von Fernando Alonso lassen hoffen. Gerüchten zufolge soll das Auto zwei Sekunden pro Runde schneller sein, doch die Konkurrenz bleibt hart. Alonso, der sich bereits mit seinem nächsten Ziel, dem Jakobsweg, beschäftigt, erhält viel Unterstützung. Jenson Button, Markenbotschafter, betont: „Gebt Fernando ein konkurrenzfähiges Auto, er muss nicht einmal das schnellste sein, aber er muss kämpfen können, und er wird es tun.“ Auch Nico Rosberg, Weltmeister, lobt Alonso als einen der besten Fahrer aller Zeiten. Pedro de la Rosa, der zweite Markenbotschafter von Aston Martin, verteidigt Alonso vehement und widerspricht den Aussagen von Lewis Hamilton. Er meint, Alonso hätte ohne Probleme acht Formel-1-Titel gewinnen können.
Für Alonso, aber auch für die spanische Fangemeinde, hoffe ich, dass der AMR26B „wie ein Schnäppchen“ läuft.