Tesla-rückruf: sicherheitsmängel bei modellen aus china und grünheide

Ein herber Schlag für Tesla: Der US-amerikanische Hersteller muss 15 Fahrzeuge zurückrufen, da diese nicht den Sicherheitsstandards entsprechen. Der Grund: Die Fahrzeuge, die in den Werken Grünheide (Deutschland) und Shanghai (China) produziert wurden, entsprechen offenbar den kanadischen, nicht den US-amerikanischen Vorschriften. Ein Fehler, der Tesla teuer zu stehen kommen wird.

Die ursache des problems: unterschiede in den sicherheitsstandards

Die ursache des problems: unterschiede in den sicherheitsstandards

Konkret geht es um den fehlenden Knieschutzairbag, der in den US-Modellen vorgeschrieben ist. Dieser Mangel führt dazu, dass die Fahrzeuge die „Crash-Test-Anforderungen ohne Sicherheitsgurt“ nicht erfüllen – ein kritischer Punkt, der deren Zulassung in den Vereinigten Staaten erschwert. Betroffen sind vor allem die Modelle Model 3 und Model Y, die zu den Bestsellern von Tesla gehören. Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) wurden bei den Model 3-Fahrzeugen, die in Kanada produziert wurden, auch keine Stoßprüfungen gemäß US-amerikanischen Standards durchgeführt.

Die Situation eskalierte, als Tesla nach Kundenanfragen nach Konformitätsbescheinigungen feststellte, dass die ersten Aussagen der Firma nicht den Tatsachen entsprachen. In diesen Bescheinigungen wurde fälschlicherweise bestätigt, dass die Fahrzeuge alle geltenden Sicherheitsvorschriften erfüllen. Nach einer internen Überprüfung musste Tesla diesen Fehler einräumen und reagieren.

Ein finanzieller Schlag: Der Rückruf wird voraussichtlich erhebliche Kosten verursachen, da Tesla nun Fahrzeuge zurückkauft und Zertifikate widerrufen muss. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 21. Dezember 2023 und dem 16. Februar 2026 in Kanada verkauft und anschließend in die USA importiert. Der Gewinn pro Fahrzeug fällt dadurch schätzungsweise um 40 Prozent.

Die NHTSA hat die Zertifikate der Fahrzeuge widerrufen und Tesla dazu verpflichtet, neue Zertifikate auszustellen, die den Nicht-Einhalt der relevanten FMVSS-Vorschriften offenlegen. Ob dieser Vorfall weitere rechtliche Konsequenzen nach sich zieht, bleibt abzuwarten. Tesla muss nun zeigen, dass das Unternehmen aus diesem Fehler lernt und zukünftig sicherstellt, dass alle Fahrzeuge den jeweiligen nationalen Sicherheitsstandards entsprechen.