Vasco-auskunft: lehendakari verzichtet auf luxus-bmw für alten lexus

Im Baskenland gibt es derzeit eine unerwartete Wendung in der Politik: Lehendakari Imanol Pradales, der Regierungschef des Baskenlandes, hat eine Entscheidung getroffen, die für Aufsehen sorgt. Anstatt einen nagelneuen BMW 740d xDrive in Dienst zu nehmen, bevorzugt er weiterhin seinen älteren Lexus LS 500h AWD – ein Signal, das er als Zeichen von Sparsamkeit und Vorbildlichkeit verstehen lassen möchte.

Ein zeichen der bescheidenheit in zeiten des luxus

Ein zeichen der bescheidenheit in zeiten des luxus

Während Politiker in anderen Teilen Spaniens regelmäßig in hochpreisigen Fahrzeugen unterwegs sind – so nutzt beispielsweise der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Audi A8 L, der dem Staat bereits 498.042 Euro gekostet hat – setzt Pradales ein klares Zeichen. Die Entscheidung, auf den modernen BMW zu verzichten, wird als Ausdruck seiner Wertvorstellungen und als Versuch gewertet, das Vertrauen der Bürger zu gewinnen.

Die baskische Regierung hatte kürzlich 22 neue Fahrzeuge für den Lehendakari, den Parlamentspräsidenten und andere hochrangige Regierungsmitglieder erworben. Der BMW 740d xDrive, auf den Pradales verzichtet hat, ist ein Spitzenmodell der 7er-Serie, ausgestattet mit einem 3,0-Liter-Sechs-Zylinder-Turbodieselmotor mit MHEV-Technologie, der eine Leistung von 299 PS liefert. Das Fahrzeug beschleunigt in 5,8 Sekunden auf 100 km/h und kostet in seiner Ausstattungslinie rund 124.200 Euro.

Im Gegensatz dazu ist der Lexus LS 500h AWD, den Pradales weiterhin nutzt, ein Hybridfahrzeug mit einem 3,5-Liter-V6-Motor und einem Elektromotor, die zusammen eine Leistung von 359 PS erzeugen. Er wurde bereits 2020 von der baskischen Regierung erworben, noch unter der Führung des vorherigen Lehendakari Íñigo Urkullu. Der Lexus bietet ebenfalls luxuriösen Komfort und modernste Technologie, jedoch zu einem günstigeren Preis – zumindest zum Zeitpunkt seines Kaufs.

Die Entscheidung des Lehendakari ist mehr als nur ein Wechsel des Autos. Sie ist ein politisches Statement, das in einer Zeit, in der die öffentliche Meinung zunehmend auf die Ausgaben der Politiker achtet, gut ankommt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Geste weitere Politiker dazu inspirieren wird, ebenfalls auf Luxus zu verzichten und ein bescheideneres Image zu pflegen.

Die Maßnahme wird als ein deutliches Signal gewertet, dass der Lehendakari die Notwendigkeit von Staatsverschwendung erkannt hat. Es ist ein Schritt, der zeigt, dass auch hochrangige Politiker bereit sind, Opfer zu bringen, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen und ein positives Beispiel für finanzielle Verantwortung zu geben.