Formel-1-fieber in spa: fußball-finale lenkt die piloten ab!
Die belgische Ardennen vibrieren zwar beim Grand Prix von Spa-Francorchamps, doch die Gedanken vieler Formel-1-Piloten schweifen bereits ab. Nicht etwa wegen eines von Charles Leclerc initiierten Freundschaftsspiels, sondern wegen des Weltmeisterschaftsendspiels, das am Sonntagabend in New York stattfindet – ein Ereignis, das die Motorsportwelt in seinen Bann zieht.

Die teams spalten: spanien gegen argentinien
Schon bei ihrer Ankunft auf dem Circuit de Spa-Francorchamps zeigten einige Fahrer ihr großes Interesse an dem bevorstehenden Fußballspektakel. Die Aufstellung präsentiert ein spannendes Duell: Carlos Sainz und Fernando Alonso stehen auf der Seite Spaniens, während Franco Colapinto die argentinische Nationalmannschaft unterstützt. Die Rivalität zwischen den beiden Ländern ist deutlich spürbar und sorgt für zusätzliche Brisanz.
Fernando Alonso, der bereits die WM von 2010 in Silverstone miterlebte, betonte die Bedeutung des Finales für sein Heimatland: „Der Fußball erzeugt Emotionen, erweckt Glücksgefühle und ist ein unglaublich mächtiger Sport. In Spanien ist er alles! Ich hoffe sehr, dass Spanien gewinnt und das ganze Land stolz macht.“ Carlos Sainz ergänzte, dass Spanien zwar das beste Fußballspiel dieses Turniers gezeigt habe, aber Argentinien stets eine gefährliche Offensivmacht darstelle. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass seine Mannschaft eine reelle Chance auf den Titel hat.
Franco Colapinto, der einzige argentinische Fahrer im Feld, machte seinen Spaß an der doppelten Spannung. „Ich bin nervöser wegen des Spiels als wegen des Rennens!“, scherzte er und zeigte sich stolz darauf, dass sich zwei lateinamerikanische Teams im Finale gegenüberstehen. Er betonte, dass die Medien eine künstliche Rivalität zwischen den beiden Nationen geschürt hätten.
Auch andere Fahrer im Paddock zeigten ihre Favoriten. Gabriel Bortoleto, obwohl Brasilien nicht im Finale steht, unterstützt beide Teams, da seine Ingenieure und sein Manager spanisch sind, während Argentinien sein Nachbarland ist. Isack Hadjar hingegen positionierte sich klar hinter Spanien, nachdem er gesehen hatte, wie Frankreich in der Halbzeit deutlich unterlegen war. „Sie haben uns einfach überrollt und einen beeindruckenden Fußball gespielt. Ich glaube, sie sind das beste Team, und das beste Team sollte gewinnen.“
Nun gilt es für die Piloten, sich wieder voll und ganz auf das Rennen in Spa zu konzentrieren, aber spätestens am Abend wird die Aufmerksamkeit der meisten auf das Weltmeisterschaftsfinale gerichtet sein. Der Motorsport tritt für einige Stunden in den Hintergrund, während die Emotionen des Fußballs im Vordergrund stehen.