Citroën 2cv-comeback und das aus für start-stop: stellantis überrascht!

Die Automobilwelt staunt: Stellantis hat auf dem Investor Day 2026 nicht nur die Rückkehr des legendären Citroën 2CV angekündigt, sondern auch einen überraschenden Schritt in Richtung simpler Technik gemacht. Xavier Chardon, der CEO von Citroën, hat die Renaissance des charmanten Kleinwagens quasi als gegeben verkündet – ein Signal für eine mögliche Rückbesinnung auf bewährte Werte in einer zunehmend komplexen Branche.

Das ende einer ära: warum start-stop in den usa verschwindet

Doch das eigentliche Erdbeben ist die Entscheidung, das Start-Stop-System in einigen Modellen abzuschaffen. Der Ram Rumble Bee, ab Modelljahr 2027, wird das erste Fahrzeug der Marke sein, das komplett auf diese Technologie verzichtet. Der Grund: Eine regulatorische Änderung der EPA, die die bisherigen Anreize für den Einsatz von Start-Stop-Systemen zunichte macht. Es ist ein Wendepunkt, der die gesamte Automobilindustrie vor eine neue Herausforderung stellt.

Der Ram Rumble Bee wird zudem der einzige Ram sein, der weiterhin mit dem klassischen 5.7-Liter-V8-Motor ausgestattet ist – ein Statement für die Liebhaber puristischer Fahrfreude und ein klares Bekenntnis zu traditioneller Technik. Während der Standard-Ram 1500 weiterhin auf eine moderate Hybridunterstützung setzt, wird der Rumble Bee zum Bastion der unverfälschten Motorleistung.

In den USA scheint das Ende des Start-Stop-Systems also besiegelt, während viele deutsche Autofahrer das System bereits seit Jahren heimlich deaktivieren, um die Lebensdauer ihrer Batterien zu verlängern und den oft nervigen An- und Auskupplungen zu entgehen. Einsparungen von rund 5 Prozent im Kraftstoffverbrauch stehen demgegenüber – ein Kompromiss, den viele Fahrer nicht eingehen wollen.

Mehr als nur der 2cv: stellantis plant eine renaissance ikonischer namen

Mehr als nur der 2cv: stellantis plant eine renaissance ikonischer namen

Neben dem Comeback des Citroën 2CV, das in der Charleston-Variante besonders begehrt sein dürfte, arbeitet Stellantis auch an der Wiederbelebung des Fiat Panda. Die neue EU-Kategorie M1E bietet hierfür eine ideale Plattform. Die Entscheidung, welche Modelle mit welchen Technologien ausgestattet werden, hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter Kundenpräferenzen, regulatorische Anforderungen und das Gesamtkonzept des Fahrzeugs. Ein klares „Nein“ zum Wegfall des Mild-Hybrids oder des Start-Stop-Systems für den Standard-Ram 1500 gibt es jedoch noch nicht.

Stattdessen konzentriert sich Stellantis auf die Optimierung der bestehenden Modelle und die Anpassung an die sich ändernden Marktbedingungen. Das System zur Zylinderabschaltung (MDS) des V8-Hemi-Motors bleibt vorerst erhalten, obwohl es seit 2005 in fast allen 5.7- und 6.4-Liter-Motoren verbaut ist. Eine Deaktivierung ist zwar möglich, erfordert aber oft aufwendige Umbauten.

Die Debatte um das Start-Stop-System ist längst nicht neu. Während es einerseits den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen reduziert, kann es andererseits zu einer vorzeitigen Abnutzung von Batterie, Anlasser und Lichtmaschine führen. Die speziellen Start-Stop-Batterien sind teurer als herkömmliche Batterien und können bei intensiver Nutzung zu Überhitzung führen. Doch während die chinesische Presse bereits über eine mögliche Partnerschaft zwischen Maserati und einem lokalen Giganten für die Produktion neuer Elektrofahrzeuge spekuliert, bleibt abzuwarten, wie sich Stellantis’ Strategie in den kommenden Jahren entwickeln wird.

Die Entscheidung, das Start-Stop-System in einigen Ram-Modellen abzuschaffen, ist ein klares Signal: Stellantis setzt auf eine ausgewogene Balance zwischen Effizienz und Fahrspaß – und scheint bereit, dabei auch auf bewährte Technologien zurückzugreifen. Die Zukunft der Automobilwelt wird zeigen, ob dieser Ansatz erfolgreich sein wird.