Neue blitzer in spanien: überwachungskameras auf rädern sorgen für hohe bußgelder!
Spanien hat eine neue
Waffe im Kampf gegen Temposünder im Straßenverkehr: mobile Blitzer, die auf Anhängern transportiert werden. Diese unauffälligen Überwachungseinrichtungen sind bereits in Madrid und Barcelona im Einsatz und sorgen für eine überraschende Zunahme der Bußgelder.
Die neue taktik der spanischen polizei
Während herkömmliche Blitzer an festen Standorten installiert sind, können diese neuen Geräte flexibel an verschiedenen Punkten entlang der Autobahnen platziert werden. Das macht es für Autofahrer äußerst schwierig, ihre Position vorherzusagen. Besonders in Katalonien haben die mobilen Blitzer bereits für Aufsehen gesorgt, wo sie in weniger als einer halben Minute bis zu sieben Fahrzeuge erfassten, die die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hatten.
Ein Video, das in den sozialen Medien kursierte, zeigt eindrücklich, wie ein solcher Blitzer auf der A-2, der Autobahn zwischen Madrid und Barcelona, in der Höhe von Cornellà de Llobregat im Einsatz war. In nur 25 Sekunden wurden sieben Fahrzeuge erfasst, die die zulässige Geschwindigkeit von 80 km/h überschritten hatten. Der spanische Automobilclub ASPIRE hat bereits Bedenken hinsichtlich der Effektivität und der potenziellen Fehlerquote dieser mobilen Blitzer geäußert.
Die Generalitat de Catalunya (die regionale Regierung) plant, bis 2026 insgesamt 25 solcher Blitzer in 150 besonders gefährlichen Abschnitten des Straßennetzes zu installieren. Ein Sprecher des katalanischen Verkehrsministeriums gab an, dass im vergangenen Jahr bereits fast 10.000 Fahrzeuge durch einen mobilen Blitzer erfasst und gebüßt wurden, und das Ziel für dieses Jahr liegt bei 110.000 Bußgeldern. Ob dieses Ziel erreicht wird, scheint angesichts der Effizienz der Blitzer in Barcelona durchaus realistisch.
Die hohe Mobilität und Präzision dieser Geräte erregen jedoch auch Besorgnis bei den Fahrern. Die Möglichkeit, blitzartig an unterschiedlichsten Stellen ins Feld zu ziehen, lässt kaum Raum für Aufmerksamkeit und könnte zu einer Zunahme von Fehlentscheidungen führen. Es bleibt abzuwarten, ob die spanische Regierung die Bedenken der Automobilclubs ernst nimmt und die Einsatzweise der mobilen Blitzer überprüft.
Die steigende Anzahl der Bußgelder und die unvorhersehbare Positionierung der Blitzer verdeutlichen, dass Autofahrer in Spanien in Zukunft noch größere Aufmerksamkeit walten lassen müssen. Die Zeit der unbedachten Überholmanöver und des leichten Temposüdens ist vorbei – zumindest solange die mobilen Blitzer auf Rädern weiterhin über die spanischen Straßen rollen.